Zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2026
Ihre Website wird nicht mehr nur von Menschen gelesen. Besteht sie den Test?
Der Marketing Hygiene Checker ist ein kostenloser Website-Check, der eine Seite in rund 15 Sekunden so prüft, wie Menschen, Screenreader, Suchmaschinen und KI-Agenten sie sehen: Barrierefreiheit, JavaScript-Gewicht, strukturierte Daten, Auffindbarkeit für KI-Crawler und CO₂ pro Seitenaufruf. Sie bekommen einen Score von 0 bis 100 und zu jedem Fehler einen kopierbaren Prompt, mit dem Sie oder Ihre KI den Fehler beheben können. Ohne Anmeldung, ohne Cookies.
- + Kostenlos, ohne Anmeldung. Kein Konto, keine Cookies, das Ergebnis steht nach rund 15 Sekunden.
- + Ein Prompt pro Fehler. Jeder Befund kommt mit Lösung, Quelle und einem kopierbaren Prompt für Sie oder Ihre KI.
- + Badge und Backlink für saubere Seiten. Ab 90 Punkten gibt es das Badge direkt aus dem Bericht und einen kostenlosen Eintrag in der Liste „Verified sites“.
Ich habe das Tool gebaut, weil ich bei meinen eigenen Projekten immer wieder dieselbe Frage hatte: Kann eine Maschine diese Seite überhaupt lesen? Ein Google-Ranking hilft wenig, wenn ChatGPT oder ein Shopping-Agent nur ein leeres JavaScript-Gerüst sieht.

Was bedeutet Marketing-Hygiene bei einer Website?
Marketing-Hygiene heißt: Die Grundlagen einer Website sind sauber, bevor Geld in Werbung, SEO oder Content fließt. Eine Seite, die ein Screenreader nicht vorlesen kann, kann ein KI-Agent meist auch nicht verstehen, denn beide lesen dieselbe Struktur aus Überschriften, Linktexten, Labels und Alt-Texten.
Den Begriff und den Gedanken dahinter habe ich aus dem Webinar „Marketing Hygiene Matters“ bei GreenGeeks mitgenommen, in dem Warren Laine-Naida eine Checkliste dazu vorgestellt hat (seine Zusammenfassung). Das Webinar hat mich inspiriert. Der Checker ist ein eigenständiges Projekt und hat mit GreenGeeks oder Warren keine geschäftliche Verbindung.
Dass dieser Zusammenhang kein Marketing-Slogan ist, beschreiben auch andere: Googles web.dev-Leitfaden zu KI-Agenten nennt drei Wege, wie Agenten eine Website sehen: Screenshot, rohes HTML und Accessibility Tree. Die Empfehlung daraus: semantisches HTML. Das Search Engine Journal beschreibt den Accessibility Tree als die Ansicht, über die KI-Agenten eine Website lesen.
Warum ist das 2026 wichtig?
Weil die meisten Websites die Grundlagen nicht erfüllen und gleichzeitig mehr Maschinen mitlesen. Laut WebAIM Million 2026 haben 95,9 % der eine Million meistbesuchten Startseiten erkennbare WCAG-2-Fehler, im Schnitt 56,1 pro Seite. Zu geringer Farbkontrast steckt auf 83,9 % der Seiten.
Dazu kommt das Gewicht: Laut HTTP Archive Web Almanac 2025 wiegt die mittlere Startseite auf dem Smartphone 2,56 MB, davon 632 KB JavaScript. Viele KI-Crawler führen kein JavaScript aus. Was erst per Script erscheint, existiert für sie nicht.
Und es gibt eine rechtliche Seite. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28. Juni 2025 und setzt die EU-Richtlinie 2019/882 um. Es betrifft unter anderem Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, also viele Online-Shops und Buchungsstrecken. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Ob Ihr Angebot darunter fällt, klären Sie bitte mit einer Rechtsberatung; dieser Artikel ist keine.
Was prüft der Marketing Hygiene Checker?
Der Checker prüft rund 50 Punkte in fünf gewichteten Kategorien und zeigt zu jedem Punkt Ziel, Befund, Lösung und Quelle. Erkennt er einen Online-Shop, kommt eine sechste Kategorie dazu.
| Kategorie | Gewicht | Beispiele für Prüfungen |
|---|---|---|
| Barrierefreiheit & Semantik | 30 % | eine klare H1, Überschriftenfolge, Alt-Texte, Linktexte, Formular-Labels, Tab-Test, axe-core auf der gerenderten Seite (WCAG 2.2 AA) |
| Rendering & JavaScript | 25 % | funktioniert ohne JavaScript, JS unter 100 KB (gzip), Drittanbieter-Tags, Seitengewicht, Core Web Vitals |
| Strukturierte Daten & Vertrauen | 20 % | JSON-LD vorhanden und gültig, schema.org-Validierung, Autor, Datum, Preise im Markup, HTTPS, funktionierende Links |
| Auffindbarkeit & Bot-Zugang | 15 % | indexierbar, robots.txt, Sitemap, KI-Crawler erlaubt und bekommen die Seite, Content Signals, llms.txt, Markdown-Version |
| CO₂ & Effizienz | 10 % | Gramm CO₂ pro Aufruf, Bildoptimierung, Caching, grünes Hosting |
| Online-Shop (nur bei Shops) | 20 % | Product- und Offer-Markup, Preis und Verfügbarkeit im HTML, Versand und Rückgabe |
Die Schwellenwerte stammen aus öffentlichen Standards, nicht aus meinem Bauchgefühl: WCAG 2.2 für Barrierefreiheit, Googles Dokumentation zu strukturierten Daten, das Sustainable Web Design Model für CO₂ und llmstxt.org sowie contentsignals.org für die KI-Signale.
Seit Ende Oktober 2026 lässt sich der Scan anpassen: Unter „Customize scan“ wählen Sie einen Site-Typ (alle Prüfungen, Content-Website, Online-Shop oder Agent & API), schalten einzelne Prüfungen ab oder lassen statt einer Seite die fünf Schlüsselseiten einer Website prüfen: Startseite, Leistung, Preise, Kontakt und Landingpage.
Wie läuft ein Scan ab?
Ein Scan liest die Seite zweimal: einmal als rohes HTML, so wie viele KI-Crawler sie abholen, und einmal in einem echten Chrome-Browser, so wie ein Mensch sie sieht. Der Unterschied zwischen beiden Ansichten zeigt, welcher Text nur mit JavaScript sichtbar wird.
- URL eingeben. Optional lassen sich bis zu fünf Schlüsselseiten einer Website auf einmal prüfen.
- Erste Ergebnisse nach etwa 4 bis 6 Sekunden. Der Bericht baut sich auf, während die langsameren Messungen noch laufen.
- Browser-Test. axe-core, die quelloffene Prüf-Engine, die auch Lighthouse nutzt, prüft die gerenderte Seite auf WCAG-Verstöße, und ein automatischer Tab-Test drückt sich mit der Tastatur durch alle Bedienelemente und nennt das Element, an dem der Fokus hängen bleibt. Ein Cookie-Banner wird dabei abgelehnt, wie es ein datenschutzbewusster Besucher tun würde.
- Unabhängige Gegenprüfung. Google PageSpeed Insights, der schema.org-Validator, Cloudflares isitagentready.com und die Green Web Foundation liefern ihre eigenen Ergebnisse, jeweils mit Quelle und Link zum Originalbericht. Auf Knopfdruck kommt WebAIM WAVE dazu, seit Ende Oktober mit den einzelnen Fehlern und einem Prompt pro Fehler.
- Endbericht nach 10 bis 18 Sekunden. Mit Score, Note und einem „Copy prompt“-Button an jedem Befund.
Was der Checker nicht messen kann, steht als manuelle Aufgabe im Bericht: ob ein Screenreader die Seite sinnvoll vorliest, ob Ihr Inhalt einzigartig ist und welche KI-Assistenten Sie zitieren. Ein Wert, der nicht gemessen wurde, wird als „nicht gemessen“ angezeigt und nie geschätzt.

Wie genau misst der Checker?
Der Test: Vor der Veröffentlichung dieses Artikels habe ich neun Websites gescannt und die Ergebnisse gegen unabhängige Werkzeuge gelegt. 431 von 434 Prüfungen lieferten ein Messergebnis (99,3 %), und alle 59 Vergleiche mit den unabhängigen Quellen stimmten überein.
Das Ergebnis an meiner eigenen Seite: andraspinter.de erreichte am 23. Oktober 2026 90 von 100 Punkten, Note „Spotless“, 43 von 48 Prüfungen bestanden. axe-core fand genau einen Kontrastfehler.
Was ich daraus mitnehme: Unangenehm, aber genau dafür ist das Tool da. Der Fehler stand mit Element und Lösung im Bericht, statt mir erst in einem Kundengespräch aufzufallen.
Nachtrag vom 28. Oktober 2026: Den Kontrastfehler habe ich am Tag nach der Veröffentlichung behoben, eine Linkfarbe im Kopfbereich, Kontrast von 4,46:1 auf 4,85:1. Die Messung vom 27. Oktober 2026 ergab 94 von 100 Punkten, 45 von 48 Prüfungen bestanden. Das Bild unten zeigt bewusst den Stand vor der Korrektur.

Warum spielt grünes Hosting eine Rolle?
Jeder Seitenaufruf verbraucht Energie, und ein Teil davon entsteht beim Hoster. Deshalb fragt der Checker die Green Web Foundation ab, ob ein Anbieter nachweislich mit erneuerbarer Energie arbeitet, und rechnet den CO₂-Wert pro Aufruf nach dem Sustainable Web Design Model aus.
Der Checker hält sich selbst an diese Regel: Er läuft bei einem Hoster, den die Green Web Foundation als grün führt, und verursacht laut eigener Messung etwa 0,002 g CO₂ pro Aufruf (Note A+). Zum Vergleich nennt die Methodik einen globalen Median von etwa 0,36 g. Der eigene Scan von ismysitehygienic.com ergibt 100 von 100 Punkten.
Wie kommt meine Website in die Liste „Verified sites“?
Websites mit mindestens 90 Punkten und ohne fehlgeschlagene Barrierefreiheits-Prüfung können sich in die öffentliche Liste Verified hygienic sites eintragen. Jeder Eintrag verlinkt direkt auf die Website, also ein echter, thematisch passender Backlink von einer Seite über Barrierefreiheit und KI-Lesbarkeit. Seit dem 24. Oktober 2026 geht das ohne E-Mail, direkt aus dem Bericht.
- Selbst eintragen: Erreicht Ihre Startseite die Schwelle, zeigt der Bericht den Button „Get your badge“. Das Formular dahinter ist mit Name, Beschreibung und Land aus Ihrer Startseite vorausgefüllt. Als Nachweis, dass die Website Ihnen gehört, reicht das Badge auf der Startseite, ein Meta-Tag oder ein DNS-Eintrag. Sobald der Nachweis gefunden ist, steht der Eintrag in der Liste. Niemand wird gelistet, nur weil jemand die Seite gescannt hat. Die Aufnahme ist kostenlos.
- Monatliche Kontrolle: Jede gelistete Website wird jeden Monat neu gescannt, und der Nachweis muss noch an Ort und Stelle sein. Fällt sie unter die Schwelle, verschwindet sie bei dieser Prüfung aus der Liste und kommt zurück, sobald eine spätere Prüfung besteht.
- Offengelegte Beziehungen: Meine eigenen Websites und die meiner Kunden stehen unter denselben Regeln in der Liste und sind als solche gekennzeichnet.
- Badge unabhängig vom Eintrag: Jede Startseite, die die Schwelle erreicht, bekommt das Badge direkt aus dem Bericht, gelistet oder nicht. Das eingebundene Badge wird täglich neu gemessen und zeigt „NOT VERIFIED“, sobald die Seite unter die Schwelle fällt; auf Wunsch kommt eine E-Mail, wenn das Badge verloren geht und wenn es zurück ist. Weil ein Meta-Tag oder ein DNS-Eintrag als Nachweis genauso gilt, ist ein Rücklink nie Bedingung für den Eintrag.
Ein Eintrag ist kein Gütesiegel für Rechtskonformität. Er bestätigt nur, dass die Seite zum Zeitpunkt der Prüfung die automatisierten Kriterien erfüllt hat.
Stand 28. Oktober 2026 stehen drei Websites in der Liste, zwei aus Deutschland und eine aus Ungarn. Eine davon ist seo-coach.eu von Warren Laine-Naida, dessen Webinar der Anstoß für das Tool war.

So sieht das Badge aus: ein kleines SVG mit Logo, aktuellem Score und der Aufschrift „Verified hygienic“, 124 × 32 Pixel. Den Einbettungscode zeigen der Bericht und die Verified-Seite. Wer keine externen Bilder einbinden kann, lädt das Badge als Datei herunter; die Kopie zeigt dann Note und Datum des Downloads und aktualisiert sich nicht mehr.

Was bringt Ihnen der Check konkret?
Sie sehen in 15 Sekunden, ob Ihre Website die Grundlagen für Menschen, Suchmaschinen und KI-Systeme erfüllt, und bekommen die Reihenfolge der Korrekturen gleich mit. Der Bericht trennt sauber zwischen dem, was Sie selbst ändern können, und dem, was ein Entwickler oder Ihr Theme erledigen muss.
- Für Agenturen und Freelancer: ein teilbarer Bericht als Gesprächsgrundlage, inklusive Markdown-Version für die eigene KI.
- Für Shop-Betreiber: ein erster technischer Blick auf Barrierefreiheit, bevor ein Audit beauftragt wird.
- Für Entwickler und KI-Agenten: eine offene JSON-API und ein MCP-Server (das Protokoll, über das KI-Assistenten externe Werkzeuge aufrufen), damit der Check in eigene Abläufe passt.
Wo liegen die Grenzen?
Ein automatischer Check ersetzt kein manuelles Barrierefreiheits-Audit und keine Rechtsberatung. Laut den Entwicklern von axe-core findet die Engine im Schnitt 57 % der WCAG-Probleme automatisch. Ob Inhalte verständlich sind oder ein Screenreader-Nutzer sein Ziel erreicht, beurteilt nur ein Mensch.
Der Score bezieht sich immer auf eine Seite zu einem Zeitpunkt. Die Antwortzeit wird von unserem Server aus gemessen und ist ein Richtwert, keine Felddaten. Alle Grenzen stehen auf der Methodik-Seite.
Häufige Fragen
Ist der Marketing Hygiene Checker kostenlos?
Ja. Der Scan ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Cookies. Auch Badge und Aufnahme in die Verified-Liste kosten nichts.
Wie bekomme ich das Badge?
Scannen Sie Ihre Startseite. Ab 90 Punkten ohne fehlgeschlagene Barrierefreiheits-Prüfung zeigt der Bericht „Get your badge“ mit Download und Einbettungscode. Der Eintrag in die Verified-Liste ist ein eigener, freiwilliger Schritt über dasselbe Formular.
Bestätigt ein hoher Score, dass meine Website BFSG-konform ist?
Nein. Der Score zeigt, wie gut eine Seite automatisierte Prüfungen besteht. Ob das BFSG für Sie gilt und ob Sie es erfüllen, kann nur eine rechtliche und manuelle Prüfung klären.
Warum sollte eine Website für KI-Agenten lesbar sein?
Weil KI-Assistenten Antworten aus Seiten zusammenstellen, die sie lesen können. Liegt Ihr Text hinter JavaScript oder fehlen Überschriften und strukturierte Daten, wird er seltener verstanden und seltener zitiert.
Wie lange dauert ein Scan?
Die ersten Ergebnisse erscheinen nach etwa 4 bis 6 Sekunden, der vollständige Bericht nach 10 bis 18 Sekunden.
Was passiert mit der eingegebenen URL?
Der Server ruft die Seite für den Scan ab, gibt die URL an die unabhängigen Prüfdienste weiter (etwa Google PageSpeed Insights) und hält das Ergebnis rund zehn Minuten im Speicher. Die URL wird Teil der Berichtsadresse, damit Sie den Bericht teilen können. Details stehen in der Datenschutzerklärung.
Jetzt die eigene Website prüfen
Geben Sie Ihre URL auf ismysitehygienic.com ein und arbeiten Sie die Befunde von oben nach unten ab. Wenn Sie bei der Umsetzung Hilfe brauchen oder wissen möchten, wie sichtbar Ihre Website in Google und in KI-Suchen ist, schaue ich mir das gerne mit Ihnen an.
Schreiben Sie mir auf LinkedIn oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch. Für ungarische Websites finden Sie mich auf digitalislathatosag.hu.