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title: "Google Core Update: Traffic eingebrochen? Was Sie jetzt tun sollten (und was nicht)"
date: 2026-10-14
author: "andraspinter"
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  - name: "AI Search – KI-Sichtbarkeit – GEO – Zero-Click Search SEO – Suchmaschinenoptimierung und digitale Sichtbarkeit"
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# Google Core Update: Traffic eingebrochen? Was Sie jetzt tun sollten (und was nicht)

Wenn nach einem Google-Update Ihr Traffic einbricht, klären Sie drei Fragen in dieser Reihenfolge: Läuft das Update noch? Ist der Traffic wirklich gefallen, gemessen in gleich langen Zeiträumen davor und danach, Seite für Seite? Und war es ein Core Update oder ein Spam Update? Erst danach lohnt sich eine Korrektur, und nie während das Update noch ausgerollt wird. Den größten Schaden richtet meist nicht Google an, sondern die Hektik danach.

Diese Woche ging auf LinkedIn ein Meme herum. SEO: „Endlich auf Platz 1!“ Google: „Süß. Hier ist ein Core Update.“ SEO: „Was?“ Darunter 33 Kommentare darüber, wie unberechenbar Google sei. Ich habe nachgesehen, was hinter diesem „Was?“ in echten Daten steckt.

## Woher wissen Sie, dass gerade ein Update läuft?

Es gibt genau eine offizielle Quelle: das Google Search Status Dashboard unter status.search.google.com. Keine Registrierung, ein RSS-Feed, und dort trägt Google Beginn und Ende jedes Core und Spam Updates ein. Alles andere, von Volatilitäts-Trackern bis zu Experten auf X, ist Vermutung.

Der Fahrplan 2026 bisher: Core Updates im März und Mai, Spam Updates im März, Juni, August und September. Grob ein Core Update pro Quartal, ein Spam Update pro Monat. Das September Spam Update begann am 24. September und lief 13 Tage.

Sehen Sie in der Search Console einen plötzlichen Einbruch, öffnen Sie zuerst diese Seite. Fällt ein Update auf diese Tage, ist es eine algorithmische Bewegung. Wenn nicht, liegt die Ursache in Technik oder Inhalt, und die können Sie sofort untersuchen.

## Ist der Traffic wirklich gefallen? Fünf Schritte in der Search Console

Eine Klickzahl allein sagt nichts. Sie brauchen zwei gleich lange Zeiträume nebeneinander, pro Seite.

1. Im Leistungsbericht bei der Zeitraumauswahl auf „Mehr“ klicken.
2. In den Reiter „Vergleichen“ wechseln.
3. Ganz unten „Benutzerdefiniert“: oben der Zeitraum nach dem Update, unten der davor. Beide gleich lang.
4. „Anwenden“. Die Kacheln über dem Diagramm zeigen jetzt beide Zeiträume.
5. In der Tabelle den Reiter „Seiten“ wählen. Dort sehen Sie die Differenz pro URL.

Eine Falle, in die ich selbst gelaufen bin: Haben Sie zwischendurch URLs umbenannt, erscheinen alte und neue Adresse in getrennten Zeilen. Die tatsächliche Veränderung der Seite ist die Summe aus beiden.

## Was die Daten eines Kunden gezeigt haben

Ich betreue die Website eines Umzugsunternehmens in Budapest. Während des September Spam Updates haben wir nichts an der Seite verändert, nur gemessen. 18 Tage ab Beginn des Updates gegenüber den 18 Tagen davor:

- Klicks: von 56 auf 77, ein Plus von 38 Prozent.
- Impressionen: von 1.283 auf 5.983, überwiegend wegen eines neuen Artikels.
- Manuelle Maßnahme in der Search Console: keine.

Und der Grund, warum sich der Blick ins Linkprofil gelohnt hat: Seit April verlinken rund 650 Schrott-Domains auf die Seite. Nummerierte .xyz-Adressen und .shop-Domains mit SEO-Namen, die auf eine Affiliate-Seite weiterleiten. Ein Massen-Spamnetzwerk, Tausende Seiten bekommen dasselbe. Genau solche Links zielt ein Spam Update an, und Google hat sie schlicht ignoriert. Keine Disavow-Datei, keine Gegenmaßnahme nötig.

Eine Zahl sah nach Einbruch aus: Die Klicks der Startseite gingen von 28 auf 17 zurück, bei unveränderten Impressionen. Das ist kein Ranking-Problem, sondern eine Frage der Klickrate. Bei so kleinen Zahlen über 18 Tage schaue ich in einer Woche noch einmal, bevor ich irgendetwas anfasse.

## Spam Update oder Core Update: unterschiedliche Konsequenzen


|  | Spam Update | Core Update |
| --- | --- | --- |
| Was es trifft | Manipulation: gekaufte Links, Keyword-Stuffing, massenhaft aus Vorlagen erzeugte Seiten, versteckter Text | Bestraft nichts, gewichtet neu, was Google als hilfreich einstuft |
| Wenn Sie gefallen sind | Erste Frage: Haben Sie jemals Links gekauft? Wenn nein, ist das nicht die Ursache | Auf den betroffenen Seiten: Gibt es eigenen Mehrwert gegenüber den Top 10, oder nur eine Neuanordnung? |
| Typische Korrektur | Disavow, nur bei tatsächlich gekauften Links | Konkrete Zahlen, eigene Daten, veraltete Inhalte aktualisieren, zwei eigene Seiten zum selben Thema zusammenlegen |
| Wann es sich erholt | Langsam, sobald die Manipulation beendet ist | Meist beim nächsten Core Update, nach 2 bis 4 Monaten |




Für die Website eines kleinen Unternehmens ohne gekaufte Links und ohne Massencontent ist ein Spam Update praktisch kein Risiko. Ein Core Update schon. Aber auch dort entscheidet nicht die „Stärke“ der Seite, sondern ob etwas darauf steht, das es anderswo nicht gibt.

## Was Sie nicht tun sollten

- **Nicht während des Updates editieren.** Es rollt ein bis drei Wochen, die Bewegung ist in dieser Zeit nicht endgültig, und danach können Sie nicht mehr trennen, was welche Wirkung hatte.
- **Keine Links als Reaktion auf einen Einbruch aufbauen.** Genau das trifft das nächste Spam Update.
- **Keine schnelle Erholung erwarten.** Nach einer Korrektur kommt die Erholung beim nächsten Core Update. Wer zwei Wochen verspricht, sagt nicht die Wahrheit.

## Das andere Extrem: gar nicht hinschauen

Unter meinem LinkedIn-Post schrieb Warren Laine-Naida, internationaler SEO- und GEO-Berater (und mein Lehrer), dass er Google-Updates komplett ignoriert. Seine Rankings schaut er einmal im Monat an, nicht öfter. Früher habe er Google ebenfalls obsessiv verfolgt, heute investiert er seine Zeit lieber in Social Media und GEO.

Auf den ersten Blick widerspricht das allem, was ich oben beschrieben habe. Ich sehe das nicht so. Eine Messroutine ist nicht dafür da, bei jedem Update nervös zu werden, sondern damit Sie es nicht müssen. Zeigt das Dashboard ein abgeschlossenes Update und der Monatsvergleich keinen Einbruch, gibt es nichts zu tun. Zeigt er einen, wissen Sie, wo.

Was ich von Warren übernehmen würde, ist der Rhythmus. Für ein kleines Unternehmen schadet tägliches Ranking-Tracking mehr, als es nützt: Jede Schwankung von einem Tag erzeugt Entscheidungsdruck. Einmal im Monat gründlich hinschauen, plus ein Check, wenn ein Update abgeschlossen ist, reicht völlig. Die gewonnene Zeit gehört in Kanäle, die nicht von einem einzigen Algorithmus abhängen.

## Was wirklich schützt

Nicht die Verteidigung einer Position, sondern weniger Angriffsfläche. Was ich bei meinen Kunden funktionieren sehe:

- **Eigener Mehrwert:** Fotos, Preise, Abläufe, Kundenfälle, die der Wettbewerber nicht hat. Updates drücken die neu zusammengemischte Zusammenfassung nach unten, nicht das Eigene.
- **Keine aus Vorlagen erzeugten Massenseiten.** Statt 23 Bezirksunterseiten eine Seite mit aufklappbaren Blöcken. Das war eine der besten Entscheidungen in diesem Projekt.
- **Eine Messroutine.** Der Vorher-Nachher-Vergleich muss fertig sein, bevor das Update kommt, nicht danach. Ich habe das mit einem wöchentlichen automatischen Monitor gelöst, der sich nur meldet, wenn auf dem Dashboard ein Update beginnt oder endet.
- **Traffic auf mehreren Beinen.** Kommt der Großteil des Umsatzes über blaue Links, ist ein Update ein Geschäftsrisiko. Kommt er auch über Maps, Stammkunden, Empfehlungen und KI-Antworten, ist es nur unangenehm.

## Häufige Fragen

**Ab wann ist ein Einbruch nach einem Update echt?**  
10 bis 20 Prozent auf ein, zwei Seiten sind normale Schwankung, eine Woche weiter beobachten. Über 30 Prozent, oder wenn die Hauptseiten verschwunden sind, ist es ein echter Treffer.

**Brauche ich eine Disavow-Datei, wenn viele Spam-Domains auf mich verlinken?**  
In der Regel nein. Nach Googles offizieller Position ignoriert der Algorithmus solche Links. Disavow ist nur bei einer manuellen Maßnahme oder bei selbst gekauften Links sinnvoll. Unnötig eingesetzt schadet es eher.

**Wann darf ich die Seite wieder anfassen?**  
Sobald das Dashboard das Update als abgeschlossen führt. Vorher nur messen.

**Wie oft sollte ich meine Rankings prüfen?**  
Für ein kleines Unternehmen reicht einmal im Monat, plus einmal, wenn das Dashboard ein Update als abgeschlossen führt. Tägliches Tracking macht nur die normale Schwankung sichtbar und verleitet zu Schnellschüssen.

**Woher weiß ich, ob es ein Core oder ein Spam Update war?**  
Das Dashboard nennt es beim Namen. Beide ziehen unterschiedliche Schritte nach sich, siehe Tabelle.

Wenn Sie nicht wissen, ob das letzte Update Ihre Seite betroffen hat, schicken Sie mir die Adresse. Ich schaue in der Search Console nach, ob überhaupt etwas zu tun ist.